CTO-Meeting

Schon zwei Tage bevor der Kongress begann, wurden Viele von Fragen wie „Was ziehe ich an?“, „Wer bin ich?“, „Gibt es Alkohol umsonst?“, „Wie verhalte ich mich?“ „Was gibt es zu essen?“ oder „Sind schlechte Visitenkarten besser als keine?“ gequält.
Am Tag der Tage trafen wir uns alle gegen 8:30 Uhr, um pünktlich um 10 Uhr im Westin Chosun Hotel zu sein. Dort angekommen, füllten wir ein Formular aus, indem wir mehr oder minder genaue Angaben zu unserer Identität machten, um später unsere Namensschilder zu bekommen. Dies erledigt, begaben wir uns in den Veranstaltungssaal, in welchem der ein oder andere zum ersten Mal in seinem Leben Stühle sah, die man unter weißen Stoffhüllen versteckte. Zu deren Intention gab es dann verschiedenste Theorien, die hier nicht weiter erläutert werden sollen.
Die Veranstaltung begann um 10:30 Uhr mit einer Willkommensrede und anschließenden jeweils 30 minütigen Key Lectures, deren Inhalte sich um die Ziele und den Sinn dieses CTO-Forums drehten. Um 12 Uhr gab es dann Mittagessen, auf das wir uns wie ausgehungerte Wölfe stürzten, auch weil wir wussten, dass dies womöglich die für die nächste Zeit letzte Chance sein wird ein ordentliches und wohlschmeckendes Mahl zu sich zunehmen. Nachdem unsere Leiber bärsteten, schleppten wir uns gegen 14 Uhr in einen der zwei Seminarräume, um den Vorträgen verschiedenster Firmenvertreter oder Professoren zu lauschen. Die jeweils über ca. 10 bis 15 Minuten gehenden Präsentationen waren von unterschiedlicher Qualität und zeigten uns, dass auch die großen Bosse nicht perfekt sind. Das jeweils im Anschluss an den Vortrag stattfindende „Frage-und-Antwort-Spiel“ zwischen dem Referierenden und dem Auditorium brachte nicht in allen Fällen Licht ins Dunkle. Zum Teil jedoch auch aus Gründen noch nicht abgeschlossener Forschungen. Die Vortragsetappen wurden jeweils nach 45 Minuten durch eine kleine Kaffeepause unterbrochen, in der man dann die Möglichkeit hatte Posterpräsentationen näher zu beäugen oder sogar mit einem Vortragenden ins Gespräch zu kommen.
Um 17:30 Uhr fanden wir uns alle wieder im Speisesaal ein, wo Professor Cho einige abschließende Worte fand und uns ans Büfett bat, wo das nun mittlerweile verdaute Mittagessen durch ein opulentes Abendessen ersetzt wurde. Auch hier wurden die angebotenen Gaumenfreuden bis zur Bewegungsunfähigkeit genossen. Während des Essen sprach man über Erlebnisse und Eindrücke, die wir im Laufe des Tages gesammelt hatten und beschlossen einstimmig, dass dieser Tag eine einmalige Erfahrung war, die wir nicht missen möchten und derer wir ungemein stolz sind, denn wir hatte die einmalige Chance einem Treffen der Großen beizuwohnen und sie bei einem kleinen Gebiet ihrer Arbeit beobachten zu können.
Den offiziellen Teil des Tages beschlossen wir in einem kleinen Strandcafe bei einem Bier mit Professor Arlt, der sich leider etwas früher verabschieden musste, da er bereits am nächsten Tag nach Deutschland zurückflog. Auf dem Heimweg machten wir noch kurz in Seomyeon einen Stopp, um bei einem kleinen Getränk die Ereignisse des Tages unter uns Revue passieren zulassen.

Rika Astin
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