Mt. Eomgwangsan, der Hausberg
Die Bilder gibt's hier.
Da am Sonntag erst ein kleiner Taifun über unsere Behausung hinweg gefegt ist, musste ich heute einfach mal unseren “kleinen” Hausberg besteigen. Schließlich kann ich nicht warten bis hier die Welt komplett untergeht.
Noch schnell eine Stärkung in der frisch entdeckten Japan Zone geholt, seit kurzem kann ich dort endlich halbwegs normalen Kaffee trinken. Normalerweise gibt es in Korea eher Wasser mit Kaffee-ähnlichem Geschmack. Es ist auch ganz ok eingerichtet, nur der obligatorische, riesige Flachbildschirm darf natürlich nicht fehlen. Leider läuft er auch ständig auf voller Lautstärke und gezeigt werden scheinbar nur koreanische Gesangswettbewerbe. Man kann eben nicht alles haben…
Der erste Anstieg ist eigentlich noch auf dem Unigelände. Zwischen all den Hochhäusern gibt es dann wider Erwarten ein paar lauschige Plätzchen. Es ist aber dann doch noch ungewohnt, wenn man einer Delfin-Statue über den Weg läuft. Ganz oben steht seit ca. einer Woche ein Tennisplatz. Die Bilder mit den Treppen und den Lampen zeigen alle noch das Gelände der Dongseo Uni.
Nach den ersten hundert Metern gabs auch schon die erste Überraschung! Ich bin fast direkt über unserem Wohnheim am Berg entlang geschlendert. Von dort kann man unsere gläserne “Skylounge”, also den Aufenthaltsraum (links), erkennen und das Dach sehen, auf dem wir öfter stehen und runterkucken. Da sieht man man mal, wie steil die Berge hier sind.Nach dem Ausblick wurde mir dann mehr und mehr bewusst, dass auch die Koreaner selbst eine Sehenswürdigkeit auf meinem beschwerlichen Weg nach oben werden würden. Sie haben nämlich auf den Berg überall kleine bis große Fitnesszirkel aufgebaut. Dort fröhnen sie dann seltsamen Sportarten, wie Hula Hoop oder deuten einfach nur seltsame Gesten in den Himmel.
Aber auch die Planzenwelt war ganz interessant. Ich hab mal ein paar Aufnahmen gemacht, damit ihr euch mal vorstellen könnt was hier so wächst.
Nach und nach wurde es immer anstrenger. Das Stativ und die Kamera den Berg raufschleppen hat dann doch etwas geschlaucht. Insgesamt war ich wohl auch 4 Stunden unterwegs.Aber dafür wurde ich dann mit einer tollen Aussicht belohnt.
Da sieht man mal, wie seltsam die in den Berg hinein baun. Jeder halbwegs ebene Platz wird genutzt. Die Hochhäuser werden einfach an den Berghang gebaut. Leider musste ich gegen die Sonne photographieren.
Trotzdem scheinen sie hier ihre Berge sehr zu schätzen. Viele Leute wandern und auch in der Stadt versammeln sich die Menschen auf kleinen Plätzen auf und an den Bergen. Selbst wenn man den Berg nur über eine Rolltreppe besteigen kann (Busan Tower) und oben nur ein kleiner Baum steht, dann macht es sich eine Familie bequem und genießt die “frische” Luft. Es scheint als wäre “Gemütlichkeit” ein sehr dehnbarer Begriff.
Dort oben stand dann auch eine Hütte neben ein paar Fitness Geräten. Fand total lustig, wie sie eingerichtet war. Lässt da etwa jeder was zurück und das wird dann aufgehängt? Falls ja häng ich auch ein Bild von mir rein!
seb
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